Fallstudie · Aufbauentscheidungen

Warum dieser Prototyp Fakten, Signale und Entscheidungen trennt.

DataRights Atlas ist ein nicht produktiver Nachweis. Er zeigt in fünf aufeinanderfolgenden Screens, wie Regulierung zu einem operativen Governance-Workflow werden kann, ohne rechtliche Beurteilungen für einen menschlichen Fachexperten vorwegzunehmen.

1 · Die Ausgangslage: verstreute Fakten

Eine Anbieterdemo, ein Beschaffungs-Mailverlauf, eine grobe Datenflussskizze, ein Screenshot des Einstellungsbildschirms. Alles davon ist Fakt — nichts davon ist eine Fallakte. Der erste Schritt des Workflows besteht darin, diese Fragmente in ein einheitliches Faktenrückgrat zu konsolidieren, auf das alles weitere verweisen kann.

2 · Signale statt Urteile

Die Signalkarte macht sieben mögliche Signale sichtbar — Rollenprüfung, Stopp/Prüfung, möglicher Hochrisiko-Pfad, Transparenz, DPIA-/DSFA-Prüfung, FRIA-Anwendbarkeit, sicherheitsbezogene Evidenzlücke. Jedes ist eine Frage an eine benannte Rolle, niemals eine automatische Rechtsklassifikation. Es gibt bewusst nirgendwo im Produkt einen Gesamt-Risikoscore.

3 · Drei getrennte Prüfungen

Datenschutz, Grundrechte und Informationssicherheit sind bewusst drei Pfade mit drei Verantwortlichen. Sie in eine Zahl zusammenzuführen würde genau die Spannungen einebnen, die der Workflow sichtbar machen soll. Jeder Pfad hat eigene gemeinsame Fakten, eigene Evidenz, eigene Lücken und einen eigenen nächsten Schritt.

4 · Menschliche Aufsicht als eigenständiges Panel

Die Leitende Fachperson Talent Acquisition hat echte Befugnisse — Ausgabe ignorieren, Empfehlung übersteuern, Kandidatin oder Kandidaten aus der automatisierten Rangfolge entfernen, Einsatz pausieren — aber der Kompetenznachweis für diese Befugnisse fehlt. Das ist eine eigene Governance-Frage, getrennt von der entscheidungsverantwortlichen Rolle, und erhält daher ein eigenes, visuell abgesetztes Panel im Verantwortungspfad und in der Fallakte.

5 · Eine Fallakte, die es wert ist, als Screenshot festgehalten zu werden

Die abschließende Ansicht ist eine Seite, die eine Führungskraft in unter einer Minute lesen kann. Für die Präsentation innerhalb eines Desktop-Viewports von 1440 × 900 konzipiert, zeigt sie den Status, die vier noch fehlenden Evidenzpakete, den eigenständigen Block zur menschlichen Aufsicht und einen klaren nächsten Entscheidungsschritt. Nichts auf dieser Seite ist eine rechtliche Schlussfolgerung.

Was dieser Prototyp nicht ist

Er ist kein Compliance-Werkzeug, kein Auditbericht, keine Zertifizierung und keine KI-generierte Rechtsauskunft. Er ist an keine echten Anbieter angebunden, verarbeitet keine echten Bewerbendendaten und speichert nichts in einer Datenbank. Jeder Datenpunkt auf den Screens ist synthetisch.

Regulatorischer Zeithorizont

Die Frist wurde verschoben. Das Governance-Problem nicht.

Prüfstand: 31. Juli 2026

  1. 2. Februar 2025

    Die für diesen Fall relevante KI-Kompetenzregelung und das Verbot bestimmter Emotionserkennungspraktiken gelten bereits.

  2. 2. August 2026

    Allgemeiner Geltungsbeginn weiterer Teile der KI-Verordnung, vorbehaltlich der ausdrücklich vorgesehenen Ausnahmen und Übergangsregelungen.

  3. 2. Dezember 2027

    Geltungsbeginn der betreffenden Hochrisikoanforderungen für KI-Systeme nach Artikel 6 Absatz 2 und Anhang III.

  4. 2. August 2028

    Geltungsbeginn der betreffenden Hochrisikoanforderungen für produktbezogene KI-Systeme nach Artikel 6 Absatz 1 und Anhang I.

DataRights Atlas demonstriert eine Architektur zur Vorbereitung und Unterstützung von Governance-Entscheidungen. Der Prototyp trifft keine verbindliche Hochrisikoklassifikation und behauptet nicht, dass sämtliche zukünftigen Hochrisikopflichten bereits anwendbar sind.

DataRights Atlas ist ein nicht für den Produktivbetrieb bestimmter Portfolio-Prototyp mit synthetischen Demonstrationsdaten. Das System strukturiert Informationen, zeigt mögliche Governance- und Regulierungssignale auf und unterstützt menschliche Entscheidungen. Es erteilt keine Rechtsberatung, stellt keine Rechtskonformität fest, ersetzt keine erforderlichen Prüfungen und zertifiziert weder ein KI-System noch eine Organisation.